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Slowenien – Mountainbiken entlang der glasklaren Soča

Slowenien – Mountainbiken entlang der glasklaren Soča

Wie zuvor schon angedeutet, war das Ziel unseres kleinen Roadtrips das Land Slowenien, um genau zu sein die Julischen Alpen, dessen Zentrum der Triglav Nationalpark darstellt. Dort wollten wir uns die für uns neue Alpenregion ansehen und einige tolle Touren fahren. Gestartet wurde bei Bovec, wo wir gleich am ersten Tag meinen Cousin, dessen Freundin und einen weiteren Freund trafen, die zusammen auch dort Urlaub machten. Zur Einstimmung wurde zunächst die glasklare Soča entlang spaziert, bevor Mo und ich uns für eine kleine Aufwärmrunde auf die Bikes schwangen und ein bisschen die Umgebung erkundeten. Am Abend trafen wir uns dann alle wieder am Campingplatz ein und grillten alle zusammen. 

Am nächsten Tag wollten wir zusammen eine Tour starten, die eine tolle Abfahrt versprach. Dazu traten wir die Schotterstraße bis zur Mittelstation der Kanin Bergbahn hinauf, von der aus wir eine spaßige erste Abfahrt genießen konnten. Nach einem gemeinsamen Eis im Ort verabschiedeten wir uns dann von meinem Cousin und der Crew, die den Heimweg antrat. Mo und ich reisten ein Stück weiter, flussaufwärts, in den Triglav Nationalpark. Dort quartierten wir uns auf einem sehr gemütlichen Campingplatz auf einem Bauernhof ein und verbrachten dort zwei Nächte. In diesem

oberen Teil der Soča floss diese teils noch durch sehr enge Canyons, was wirklich spektakuläre Anblicke bedeutete. Während des Abends saßen wir dann noch mit unseren Nachbarn zusammen um das Feuer und versuchten unsere gewaschenen Klamotten wieder zu trocknen. Doch es waren einfach zwei zu feuchte Tage und so reisten wir am nächsten Tag mit halbtrockener Wäsche weiter. Wir hatten eine weitere Bombentour geplant, die uns alles abverlangen sollte. Tat sie auch, denn 1400 Höhenmeter mit dem Rad sind ein richtiger Gewaltakt. Noch dazu gab es schiebe und Tragepassagen, um letztendlich die super spaßige Abfahrt genießen zu können. 

Da wir am Abend so platt waren, beschlossen wir eine geplante Klettersteig Tour am nächsten Tag platzen zu lassen und direkt weiter zu reisen. Nächstes Ziel: Kobarid, immer noch im Soča-Tal. In Kobarid fanden wir erneut einen sehr schönen Campingplatz, den wir als Basis für unsere nächste Tour nutzten. Auf dieser würden uns zwei Freunde von Moritz begleiten. Sie hießen Moritz und Katja. Nein, das ist kein Tippfehler, wir waren jetzt tatsächlich drei Moritze. Doch bevor wir früh am nächsten Morgen aufbrachen, verbrachten wir noch den Rest des Vorherigen Tages an der Soča und kochten am Abend gemeinsam. 

Doch nun zur Tour. Wir hatten diese von meinem Cousin empfohlen bekommen, da wirklich eine lange Trailabfahrt als Belohnung warten würde. Doch zunächst mussten wir dafür 1100 Höhenmeter hinauf treten, die uns erneut den Schweiß aus allen Poren drückten. Doch nach kurzen Schiebestrecken am höchsten Punkt folgte dann die super flowige Abfahrt auf einem alten Maultierpfad. Leider passierte auf dieser dann das üble Missgeschick, dass ich einmal kurz unaufmerksam wurde und blöd auf meine Hand viel. Ich konnte die Tour zwar noch fertig fahren, spürte meine Hand danach jedoch schon deutlich. Da half wohl nichts, ab jetzt würde ich wohl das Bike auf dem Träger lassen, um die Hand auszukurieren. Mit Schwellung weiterzufahren wäre keine gute Idee. Etwas missmutig, dass der Mountainbike-Teil des Urlaubs etwas früher schon zu Ende war, bin ich ja schon gewesen. Doch ein feines gemeinsames Abendessen hob die Stimmung schon wieder deutlich. 

Mo und ich hatten noch einen kleinen Abstecher zum Wocheiner und zum Bleder See geplant, weshalb wir auf die Nacht noch unsere Reise fortsetzten. Die anderen zwei würden wir zwei Tage später wieder treffen. 

Also fuhren wir durch die kurvigsten Straßen, die ich je gefahren bin weiter zum Wocheiner See, einem schönen Bergsee im Osten des Nationalparks. Von dort aus ging es noch vorbei an der Touristenhochburg Bled und dem bekannten Bleder See und von da aus weiter nach Kranjska Gora. Dort würden die anderen nochmal Biken gehen, ich würde zum Ende unserer Reise nochmal in die Wanderstiefel steigen und die Umgebung zu Fuß erkunden.

Gesagt, getan. Am vorerst letzten Tag unserer Reise stiefelte ich auf den Techatinger Mittagskogel und genoss den Ausblick sowohl auf die Julischen Alpen als auch auf die weite Ebene, in der sich die Städte Villach und Klagenfurt befinden. Unterdessen radelten die anderen noch eine letzte Tour um Kranjska Gora herum. Am Abend trafen wir uns dann nochmal und gingen gemeinsam Essen im Ort.

Am Freitag reisten Mo und ich dann schlussendlich einen Tag früher aus Slowenien ab in Richtung Heimat. Was bleibt sind eine Menge tolle Erinnerungen an dieses doch noch wilde Land, in dem es noch sehr viel zu erkunden gibt!

 

 

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