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Banff Nationalpark – das Finale des großen Roadtrips

Banff Nationalpark – das Finale des großen Roadtrips

Es war soweit gekommen, dass wir nun auf unserer letzten Etappe des großen Roadtrips unterwegs war. Diese führte uns weiterhin durch das Herz der kanadischen Rockies, den Banff Nationalpark. Wir starteten unseren Aufenthalt dort mit dem absolut verpflichtenden Besuch am Moraine Lake. Ich war nun das sechste Mal dort oben und es war immer das selbe: ich war sprachlos!

Da kann einem doch nur das Kinn nach unten klappen…

Dieser Ort ist und bleibt einer meiner Liebsten auf diesem Planeten. Fast schon unnatürlich wirkte das grellblaue Gletscherwasser, welches den See am Fuße der ten Peaks füllte. Der Moraine Lake ist bestimmt einer der größten Faktoren, der mich damals nach Kanada zog und mich so an dieses wunderbare Land heranbrachte. Schön, wieder hier zu sein.

Einer der magischsten Orte in Kanada.

Nach einer Weile des Genuss dieser Idylle machten Mira und ich uns auf den Weg zu unserem nächsten kleinen Backcountry Trip. Dieser führte uns zum Taylor Lake, einem recht einfach zu erreichenden Bergsee. Auch dieser war wirklich schön, wenngleich die Farbe deutlich weniger spektakulär als die des Moraine Lakes war.

Camping am Taylor Lake.

Trotzdem hatten wir dort oben eine gute Zeit, vor allem weil wir uns eine Flasche Gin und Tonic mit hinaufgeschleppt hatten, die wir seit Miras Geburtstag kaum angerührt hatten, da wir immer noch am Abend fahren mussten. Dieses Mal nicht, also griffen wir zu und alberten den Abend mit ein paar anderen Gästen des Campingplatzes herum.

Ein guter Tropfen in der Wildnis.

Da wir nach nur einer Nacht wieder zurück zum Auto zurückkehrten, mussten wir uns nicht zu viele Gedanken machen am nächsten Tag fit zu sein. Doch der Gin war hochwertig und mit kaum Nachwirkungen wanderten wir am nächsten Tag zurück und fuhren später weiter nach Banff. Dort verbrachten wir zwei Tage, unter anderem den Canada Day am ersten Juli, an dem eine Parade, Livemusik und ein kleines Feuerwerk veranstaltet wurden.

Sonnenuntergang über dem Mount Rundle, der Ikone Banffs.

Dann fuhren wir weiter nach Canmore, um Vorräte aufzustocken und eine Freundin von Mira einzusammeln, die uns auf unserem letzten gemeinsamen Abenteuer in die Wildnis begleiten würde. Annika war ihr Name und sie und Mira kannten sich aus Innsbruck. Als war dann zurück in den Park fuhren war es wirklich unterhaltsam, Annikas Begeisterung mitzuerleben. Selbstverständlich fuhren wir erstmal wieder zum, ihr ahnt es, Moraine Lake. Da konnte man einfach nicht oft genug sein.

Erneut am Moraine Lake.

Nach einer weiteren Nacht in Lake Louise machten wir uns dann auf in den angrenzenden Yoho Nationalpark, von wo aus unser viertägiger Trip starten würde. Unser Tagesziel war der McArthur Creek campground, tief im Backcountry des Parks. Mit massenhaft Essen und zwei Zelten machten wir uns auf den Weg und stapften die 15 Kilometer bis zum Campground.

Mit dicken Rucksäcken waren wir unterwegs.

Auf dem Weg konnten wir hier und da den Otter Creek im Tal erspähen, hier und da ein paar Gipfel in den Wolken, doch sonst war der Weg nicht allzu besonders.

Der Otter Creek im Tal neben uns.

Die tollen Stellen würden an den nächsten Tagen dann kommen. Doch soweit waren wir noch nicht. Zuerst richteten wir uns also an unserem ersten Camp ein und kochten am Abend bei der nahegelegenen Ranger Cabin unser Essen.

Ein etwas trüber Blick von der erhöhung aus, auf der die Ranger Cabin gebaut wurde.

Gott sei dank war diese dort, denn wenig später fing es an zu regnen und wir konnten zumindest unter dem Vordach Schutz suchen.

Die Ranger Cabin am Otter Creek.

Wieder etwas später kam ein junger Mann auf eine Fahrrad durch den regen angefahren, der sich zu uns gesellte. Er arbeitete im Park für einen der Campgrounds und brachte uns die ernüchternde Nachricht, dass die Wettervorhersage sich geändert hatte und natürlich wieder Regen angesagt war. Mal sehen was daraus so werden wird.

Unser Lager am McArthur Creek Campground.

Tatsächlich regnete es den ganzen Abend und die ganze Nacht durch und auch fürs Frühstück verharrten wir erstmal wieder unter dem Vordach der Cabin. Irgendwann nutzten wir unseren Satelliten Receiver um aktuelle Wettervorhersagen zu empfangen und auch diese sahen nicht gut aus. Unser Trip war mal wieder ins Wasser gefallen. Eine weiterreise wäre absolut kein Spaß und unter Umständen sogar mit gewissem Risiko in den Bergen verbunden. Daher beschlossen wir zurück zum Auto zu wandern und unser Rockies Abenteuer frühzeitig zu beenden. Also stapften wir durch den Regen zurück, bis wir von Kopf bis Fuß durchgeweicht am Auto ankamen. Und weil das Wetter nirgends besser zu sein schien, fuhren wir am selben Tag noch nach Revelstoke und schlossen somit unsere große Alaska Reise eine paar Tage früher als geplant ab.

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2 Kommentare

  1. Oda Staudte-Klausmann
    Donnerstag, der 11. Juli 2019 / 18:37

    Lieber Moritz, die Farbe des Moraine Lakes ist ja wirklich unglaublich!! Aber das Bild auf deiner Postkarte fasziniert mich noch mehr!!! Herzlichen Dank für deine Mühe. Wir haben uns sehr gefreut, auch auf diese traditionelle Art von dir zu hören… bzw zu lesen. Wir freuen uns, dass du all deine Abenteuer gut überstanden hast und wünschen dir eine gute Heimreise mit nicht allzu viel Wehmut im Gepäck… . Wir freuen uns auf dich … LG Oda und Hubert

    • Sonntag, der 14. Juli 2019 / 06:35

      Vielen Dank! Wehmut lass eich erstmal beiseite, zu viel gepäck habe ich leider trotzdem. Das wird nochmal abenteuerlich, damit zurück zu kommen. Grüße zurück und hoffentlich bis bald!

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