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Geburtstag feiern am Maligne Lake

Geburtstag feiern am Maligne Lake

Wie schon im vorherigen Bericht angedeutet, stand Miras Geburtstag an und ich hatte mir eine tolle Überraschung ausgedacht. Gestartet wurde unser Trip am Abend zuvor in Jasper, wo wir uns beim Outdoorverleih zwei Kayaks abholten und auf unseren Van spannten. Dann ging die Reise los. Ziel war der Maligne Lake, wohl das Wahrzeichen des Jasper Nationalparks schlechthin. Doch auch auf dem Weg dorthin gab es einiges zu betrachten. Generell ist die Maligne Lake Road eine der schönsten Straßen in den Rockies, mit steilen Felswänden und weiten Ausblicken.

Einer der zahlreichen Ausblicke von der Maligne Road.

Außerdem kommt man am malerischen Medicine Lake vorbei.

Der Medicine Lake im Jasper Nationalpark.

Circa zwei Stunden vor Sonnenuntergang erreichten wir dann letztendlich den See und machten uns für eine Sonnenuntergangstour fertig.

Ankunft am Maligne Lake.

Wenig später waren wir auf dem See und bestaunten die wunderschöne Kulisse im Abendlicht. Für heute hatten wir nur eine kleine Runde nahe des Einstiegs geplant um unsere Kräfte für den darauffolgenden Tag zu sparen.

Paddeln während dem Sonnenuntergang. Eines der vielen Highlights auf unserem Trip.

Doch auch während dieser kleinen Paddeltour erlebten wir zahlreiche schöne Momente. Nachdem die Sonne hinter den umliegenden Gipfeln verschwand machten wir uns auf den Weg zurück und holten die Boote aus dem Wasser.

Zeit, den Rückweg anzutreten.

Wir entschieden nicht in Miras Geburtstag hinein zu feiern,  sondern stattdessen ein paar Stunden schlaf abzubekommen und früh am Morgen wieder loszuziehen. Gesagt, getan, um 6:00 Uhr standen wir auf der Matte und um 6:30 ging es los. Erneut bei sehr stimmungsvollem Licht paddelten wir hinaus auf den See.

Start früh am Morgen auf den Maligne Lake.

Im meinem Kopf spukte das Ziel Spirit Island herum, welches jedoch 15 Kilometer entfernt lag. Eine lange Tour, doch wir waren früh unterwegs und hatten ohne Gegenwind ein gutes Tempo drauf. Schnell näherten wir uns der Nebelbank, die den engeren Teil des Sees überspannte.

Mirau auf dem weg richtung Nebelbank.

Durch diese arbeiteten wir uns am Ufer entlang weiter in das Tal vor.

Und hinein geht’s in die Suppe.
Immer schön nah am Ufer bleiben.

Nach einer Weile im Dunst hob sich der Nebel und wir konnten weiter vorausblicken.

Die Sicht klarte wieder auf.

Nach circa zweieinhalb Stunden auf dem See wurde es dann etwas geschäftiger um uns herum, da ab 10:00 Uhr die motorbetriebenen Tourboote ihre Fahrten aufnahmen. Freundlicherweise bremsten sie aber stats ab, wenn sie uns Kayakfahrer passierten. Und zugewunken wurde uns auch ständig. Nach einer weiteren halben Stunde waren wir dem Ziel schon ziemlich nah und beschlossen die bereits warm scheinende Sonne bei einem Kaffee auf einer Kleinen Insel zu genießen. Was für ein Luxus! Und so manch ein Tourist auf den vorbeifahrenden Tourbooten war bestimmt neidisch auf uns.

Eine kleine Pause auf einer Insel mitten im See.

Nach unserem kleinen Kaffeestopp paddelten wir die letzten zwanzig Minuten weiter bis zum Spirit Island, wo auch all die Tourboote hinfuhren. Klar war dort dann folglich etwas mehr los, aber es war auch einfach dieser postkartenreife Ort, an dem wir nun aus eigener Kraft angelangt waren.

Ankunft am Spirit Island.
Unsere Kayaks am Ufer.
Ich am Spirit Island.

Zahlreiche Fotos später war es dann Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Erneut 15 Kilometer lagen vor uns, immerhin hatten wir dieses mal Rückenwind. Circa eine Stunde auf dem Wasser beschlossen wir noch eine kurze Mittagspause einzulegen um dann gestärkt zurück zum Auto zu paddeln. Um uns herum sahen wir einige Schauer herabregnen und sputeten uns, um nicht auch noch von Oben durchgeweicht zu werden. Einige wenige Tropfen erreichten uns auf dem Endspurt, doch generell hatten wir es erneut geschafft dem schlechten Wetter davonzufahren. Darin waren wir ja bereits Profis geworden. Diesmal war es dann aber wohl doch die anstrengendste Flucht vor dem Wetter und wir waren am Abend ziemlich platt, jedoch überglücklich über dieses phänomenale Erlebnis. Sowas erlebt man wirklich nicht alle Tage und ich war froh, dass mein Plan für dieses Geburtstagsgeschenk so gut funktioniert hatte. 

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