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Der Thompson Pass – eine schwere Entscheidung

Der Thompson Pass – eine schwere Entscheidung

Südzentral Alaska hatten wir erreicht, jetzt hieß es nur noch: Ab zum Thompson Pass und raus auf die Ski. Nach diesen vielen Reisetagen waren wir definitiv bereit wieder mehr Zeit mit Bewegung an der frischen Luft zu verbringen. Wie zuvor schon berichtet war das Wetter für die Gegend eher schlecht angekündigt. Jedoch beschlossen wir einfach mal soweit weiterzufahren, bis dies auch wirklich der Fall war, denn hier, in Tok, schein gerade die Sonne. Und dies tat sie wirklich erstaunlich lange und oft auf unserem Weg in Richtung Valdez. Es machte sogar mal wieder richtig Spaß durch die Stimmungsvolle Landschaft zu fahren.

Blicke wie dieser aus dem Auto machen definitiv Spaß auf der Fahrt durch Alaska.

Und es wurde noch besser. Wir erreichten ein unheimlich weitläufiges Tal, welches einen der zwei Zugänge zum Wrangell-St.Elias Nationalpark darstellte.

Das Weite Alaska, hier wurde es einem wieder vor Augen geführt.

Dort war der Himmel blau, einfach nur blau. Von schlechtem Wetter erstmal keine Spur. Also genossen wir eine Weile die tollen Ausblicke und suchten uns danach ein Stück weiter einen Schlafplatz. 

Am nächsten Tag erwachten wir zu noch klareren Bedingungen, sogar der Gipfel eines am Vortag verschleierten Bergs erschien. Woah, das ist ja ein Vulkan! Und der war irre hoch!

Ein Vulkan mitten in der Landschaft.

Es handelte sich hierbei um den Mt. Drum, 3661 Meter hoch. Wir waren gerade mal auf ca. 500, sahen also wirklich eine 3000 Meter Erhebung vor uns! Nicht schlecht. Motiviert über das Wetter brachen wir erneut auf und passierten mit kurzen Zwischenstopp den Ort Glennallen. Von da aus ging es weiter durch weite, offene Täler bis an die nächste Gebirgskette, die Chugach Mountains, in welchen unser ersehntes Ziel lag. Aufgeregt fuhren wir weiter, doch der Himmel deutete nichts gutes an. Schnell befanden wir uns wieder in den Wolken und, schlimmer noch, es regnete. Und das schlussendlich bis hoch zum Pass. Was war dass denn? Selbst hier oben in Alaska war der Winter wohl schon vorüber. Dies bestätigte sich, nachdem wir oben am Pass ein paar Ausflügler trafen, von denen zwei in Valdez wohnten und uns erzählten, dass die Saison dieses Jahr nur knapp länger als anderthalb Monaten anhielt bevor der Winter sich wieder verabschiedete. Wir hatten also den falschen Winter erwischt. Ihr könnt euch kaum vorstellen wie hart es für mich war zu beschließen, die Ski von nun an wegzupacken und voll auf Sommer umzuswitchen. Teil des ganzen Alaska Abenteuers war dieses mal das Skifahren, aber es klappte eben nicht mehr. 

Nicht so ganz wissend, was wir jetzt  tun sollten fuhren wir erstmal über den Pass weiter an die Küste nach Valdez.

Kurzer Stopp am Straßenrand um ein paar Wasserfälle hinter dem Pass zu besichtigen.

Abgesehen von der ganzen Ölindustrie, ohne die dieser Ort nicht existieren würde, ein ganz nettes Plätzchen.

Ein kurzer Moment klareres Wetter, danach schüttete es wieder wie aus eimern über der Hafenstadt Valdez.

Aber es regnete. Ständig! Trotzdem schlenderten wir ein bisschen durch einen Park an der Küste und trafen dort eine alte Alaska Koryphäe. Dieser Alte erklärte uns neben der ganzen Weltgeschichte auch, dass an diesem Wochenende in Valdez am Flughafen Flugfest sei, mit zahlreichen Wettbewerben. Mira, die super auf Flugzeuge und alles womit man fliegen kann abfährt war sofort begeistert, ich war zumindest  daran interessiert etwas neues hier oben zu erleben. Also warteten wir den Freitag noch ab und machten Büroarbeiten um uns dann am Samstag das ganze Spektakel anzusehen. Und da waren schon so seine Highlights dabei! Buschflugzeuge, die auf weniger als 50 Metern starten und landen konnten, Kunstflieger und ein paar witzige Experiment-Flugmaschinen. Mal was neues. 

Flugshow in Alaska, da rennen die Leute einem die Bude ein.

Und außerdem hatten wir genug Zeit gehabt um unser weiteres Vorgehen zu planen. Mittlerweile hatten wir wieder einen sehr aufregenden Plan für die nächsten Tage! Bleibt gespannt!

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