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Die White Pass Route – erste Skiversuche im Norden

Die White Pass Route – erste Skiversuche im Norden

Nach unserer sagenhaften Fahrt den Stewart-Cassiar Highway hinauf in den Yukon stoppten wir zunächst in Whitehorse um Vorräte aufzufüllen und den nächsten Teil unserer Route vorzubereiten. Auf dem südlichen Klondike-Highway wollten wir zum White Pass, welcher an der Grenze zwischen Yukon, British Columbia und Alaska lag, hinauffahren. Das Wetter war nicht wirklich prickelnd angesagt, bei unsere Abfahrt in Whitehorse schneite es sogar dicke Flocken. Wie schon vor zwei Jahren passierten wir wieder Carcross, genossen eine heiße Schokolade und bestaunten die in der Sonne strahlenden Gipfel über dem Lake Bennett, während bei uns gefühlt die Welt unterging.

Der Blick über den Lake Bennett auf die Gipfel in der Sonne.

Später fuhren wir weiter zum Tutshi Lake. Ein weiterer alter Bekannter, jedoch immer noch genau so schön. Dort bereiteten wir uns auf die Tour am nächsten Tag vor. 

Auf zum White Pass. Die Blicke vom Highway waren schonmal vielversprechend!

Diese starteten wir nach einem gemütlichen Frühstück am Seeufer.

Camping am Seeufer des Tutshi Lake. Kann kaum schöner gehen, oder?

Heutiges Ziel war der Log Cabin Trail, der eine flache Steigung durch die Bäume ins Alpine vordrang. Gut um sich die für uns neuen Schneebedingungen anzusehen. Leider waren diese alles andere als ideal und sowohl der Aufstieg als auch die Abfahrt waren äußerst kompliziert und nicht sonderlich spaßig. Zudem wehte noch unablässig der Wind und peitschte vereinzelt leichte Schneeschauer in unser Gesicht. Der einzige leichte Pulverschnee in einem sonst komplett von Frühlingstemperaturen durchweichten Matsch nervte uns jetzt also auch noch.

Sieht zwar spektakulär aus, war aber alles andere als einfach auf diesem Schnee abzufahren.

Um wenigstens ein bisschen Erfahrung aus dieser Tour mitzunehmen, gruben wir an dem Hang noch ein Schneeprofil, um unsere verschiedenen Lernmethoden ein bisschen aufeinander abzustimmen und auch damit ich mein Fieldbook langsam füllen konnte, welches ich seit meinem Operations Level 1 immer bei mir trug. 

Schneeuntersuchungen am White Pass.

Soviel also zu unserem ersten Skiausflug dort oben. Skitag 122 war eher ein Flop, aber was solls. Für den nächsten Tag suchten wir uns eine andere Route etwas weiter hinten am Pass aus, vielleicht ging da ja noch was. Doch dort angekommen spielte das Wetter mal wieder gar nicht mit und der White Pass machte seinem Namen alle Ehre. Man sah nämlich vor lauter Nebel nichts. Und der Schnee fühlte sich auch nicht besser an. 

Stattdessen fuhren wie also weiter nach Skagway, Alaska, und nahmen von dort die Fähre nach Haines, einem Ort, den ich unbedingt noch besichtigen wollte, nachdem ich vor zwei Jahren nicht dazu gekommen bin. Auf exakt dem selben Schiff, der MS LeConte, setzten wir über zum eine Stunde entfernten Dock von Haines.

Viele gute Erinnerungen hatte ich an das letzte Mal, als ich auf der MS LeConte die Inside Passage entlangfur.

Man, was für ein Tag! Vom Schnee am White Pass direkt aufs Meer. Und von da weiter in die grüne Hölle des Küstenregenwaldes.

Gemütliches Örtchen am Meer. Haines bleibt von den Kreuzfahrtschiffen verschont!

In Haines beschlossen wir erst auf einer kleinen Wanderung die Beine zu vertreten und anschließend am Chilkoot Lake und Chilkoot River einen Wildlife Viewing Point zu besuchen.

Außer ein paar Adlern und unzähligen jungen Lachsen war hier am Grizzly Spot noch nicht viel los.

Im Herbst jagten hier die Grizzlybären nach Lachsen, jetzt waren nur eine Menge Adler und die jungen Lachse im Wasser zu entdecken. Trotzdem war es wunderschön, wieder an der wilden Pazifikküste unterwegs zu sein. Mit Blick auf das Fjord parkten wir dann auch für die Nacht und genossen die etwas moderateren Temperaturen an der Küste.

Die Pazifikküste ist einfach nur spektakulär!

 

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