Sprache:

Frühling in den Rockies – oder doch eher Winter?

Frühling in den Rockies – oder doch eher Winter?

Ich habe also Revelstoke hinter mir gelassen und befand mich nun in den Rockies. Dort war ich noch für eine Woche in Banff für Hagen Alpin Tours in den Skigebieten im Banff Nationalpark tätig bevor meine Reisegefährtin Mira mich abholte und das Abenteuer Alaska 2.0 so richtig startete.

Skifahren in den Rockies. Auch im Skigebiet ein spektakuläres Erlebnis.

Noch einmal die letzte Nacht im Hotel genießen und dann hieß es: Umzug in den Van! An kalte Temperaturen beim übernachten war ich ja schon von meinem letzten Alaska Abenteuer gewohnt, trotzdem war es zunächst wieder eine Umstellung. Die erste Nacht verbrachten wir in der Nähe von Canmore in einer ziemlich sehenswerten Kulisse.

Der Schlafplatz für heute Nacht. Dirket am Ufer!

Danach ging es zurück nach Banff, wo noch letzte Vorbereitungen getroffen werden mussten. Am Abend trafen Mira und ich uns mit Tom, den ich vom Winter in Revelstoke kannte und der uns für zwei Tage zum touren gehen in den Rockies begleitete. Tom übernachtete, wie wir, in einem konvertierten GMC Safari Van. Zu unserem tollen Gefährt werde ich bestimmt auch bei Gelegenheit mal noch etwas schreiben. 

Doch jetzt geht es erst mal um unsere Tourenabenteuer. Früh am morgen machten wir uns in klirrender Kälte auf den Weg zu unserem heutigen Ziel am Icefields Parkway, dem Crowfoot Pass. Zu diesem starteten wir vom Crowfoot Glacier Viewpoint, als gerade die ersten Sonnenstahlen die Gipfel über dem Crowfoot Glacier beschienen. Ziemlich atemberaubend! Der frühe Start hatte sich schon mal gelohnt.

Morgenstimmung am Crowfoot Glacier.

Die ersten anderthalb Stunden marschierten wir durch das weite Tal und kämpften uns auf einer super nervigen Eiskruste durch den Wald hinauf. Doch oberhalb der Waldgrenze erwartete uns eine traumhafte Winterlandschaft.

Winter-Wunderland auf dem Weg zum Crowfoot Pass.

Bis zum Pass war es noch ein gutes Stückchen weiter und so marschierten wir auf und ab bis zum höchsten Punkt.

Einsam und allein in den Weiten der Rockies.

Und von da aus ging es dann ab ins Tal. Der Schnee war leider nicht mehr wirklich spaßig zum fahren, trotzdem fühlten sich die ersten Turns ins den Rockies ziemlich cool an.

Ein guter Schwung von tom auf kompliziertem Schnee.

Die Abfahrt führte uns zum Schluss unerwartet ans Ufer des Bow Rivers, den wir dann noch überqueren mussten, was fast mit nassen Füßen endete.

Grade nochmal glück gehabt. Fast hätte es nasse Füße gegeben. Photo: Mira

Zurück bei unseren Vans musste erstmal alles Equipment getrocknet und Essen gekocht werden, denn die Sonne schien und das Van-Life machte schon wieder Spaß!

Am nächsten morgen ging es ähnlich früh los. Bei Minusgraden kämpften wir uns aus dem Schlafsack und fuhren weiter auf dem Icefields Parkway zur Parker Ridge. Diese wirkte zunächst von unter eher mickrig und bot angesichts der aktuellen Lawinengefahren nicht allzu viel Terrain. Trotzdem stapften wir die konservative Route durch flaches Terrain in den Bäumen hinauf und staunten oben nicht schlecht über den umwerfenden Ausblick. Wieder mal alles andere als ein Flop, dieser Tag.

Die Rockies in ihrer vollen Pracht. Unglaublich, dort oben zu stehen! Photo: Mira

Und wir hatten gerade mal eine Stunde hoch gebraucht. Also gabs eine frühe Abfahrt, gefolgt von einem weiteren Aufstieg und einer weiteren Abfahrt durch das doch eher flache Terrain. Der Schnee war aber hier schon deutlich besser als am Vortag. Nach runde zwei war es erst 11:00 Uhr morgens, also gab es erstmal einen Kaffe und ein paar Snacks, bevor wir eine dritte Runde in Angriff nahmen. Diesmal stiegen wir hinter dem Bergkamm weiter hinauf auf die nächste Erhöhung der Parker Ridge, von wo aus wir noch eine bessere Abfahrt genießen konnten. 

Noch einmal richtg guter Schnee zum Abschluss des Tages!

Drei Abfahrten, und es war gerade einmal 13:30 Uhr! Das ließ sich doch sehen! Und da die Sonne immer noch schön warm auf den Parkplatz schien wurde wieder das kleine Camper-Dorf aufgebaut und gut gespeist. 

Camper Dorf auf dem Parkplatz. Photo: Mira

Schlussendlich war es jedoch dann an der Zeit sich von Tom zu verabschieden, der wieder zurück nach Revelstoke fuhr. Mira und ich packten unsere Sachen und fuhren am Abend weiter nach Norden, vorbei and Jasper, dem Mount Robson und am nächsten Tag nach Prince George, von wo aus ich mich gerade melde. Wie sehr wir zwischen Winter und Sommer hin und her schaukeln sieht man daran, dass wir bereits neun Bären innerhalb des ersten Reisetags außerhalb der Rocky Mountains am Straßenrand begegneten. Mal sehen wie viele Bären ich dieses Mal während meinem Aufenthalt in Nordamerika sehen werde. Letztes Mal waren es insgesamt 42!

Die Bären sind schon wieder los!
Share

2 Kommentare

  1. Oda Staudte-Klausmann
    Montag, der 29. April 2019 / 17:17

    Lieber Moritz, was für traumhafte Bilder und Berichte von Schnee, Skifahren und…, während wir uns hier auf die Rückkehr von Sonne und Frühling freuen.
    Habt weiterhin eine wunderschöne Zeit dort und lasst uns daran teilhaben… Danke dafür! Und pass auf dich auf!!! LG Oda

    • Donnerstag, der 2. Mai 2019 / 23:56

      Vielen Dank! Wir werden bestimmt eine tolle Zeit hier oben haben! Grüße an alle!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.