Revelstoke – der Winter naht

Revelstoke – der Winter naht

Die ersten drei Wochen in Revelstoke sind vorüber und es ist an der Zeit, euch ein Update über diese Zeit bereitzustellen. Am achten Dezember erreichte ich am Abend Revelstoke, nachdem ich den Tag über von Calgary durch die Rocky Mountains und über den tief verschneiten Rogers Pass gefahren war. Ich war wieder in den Bergen! Herrlich!

In Revelstoke bezog ich an diesem Abend noch meine Bleibe für die nächsten dreieinhalb Monate, die ich mir schon während meinem Aufenthalt im Sommer gesichert hatte. Ich wohnte jetzt bei meinen Hosts Cathy und Jamie, die in ihrem großen Haus vier Zimmer vermieteten. Neben mir wohnten noch Chris und Joj aus England, Dario aus Deutschland und dessen Freundin Isi aus Österreich mit im Haus. Ich hatte also gute Gesellschaft.

Außerdem, was mich natürlich besonders freute, war the-one-and-only Travelbuddy Moritz auch diese Saison in Revelstoke und wohnte wieder bei seinen Hosts Hans und Catherine. Da ich alle schon länger nicht gesehen hatte, besuchte ich sie noch am selben Abend. Nach nur ein paar Stunden in Revelstoke fühlte ich mich schon wieder fast wie daheim.

Für die erste Woche stand für mich erstmal das besorgen von Skiequipment auf dem Plan. Ich hatte Glück, denn in dieser Woche gab es Demo-Sessions und ich konnte gegen eine kleine Essenspende an die Foodbank kostenlos Ski ausleihen. Somit kam es, dass ich gleich am nächsten Tag meinen Saisonpass abholte und den absolut geilsten Berg der Welt auschecken konnte: den Mount Mackenzie. Powder gab es noch keinen, aber für den Anfang reichten mir die Pisten vollkommen. Das ganze machte ich dann die nächsten drei Tage genau so und nutze jeweils die Nachmittage um mir selbst gebrauchte Ski zuzulegen. Revelstoke ist eine absolute Fundgrube für gebrauchtes Equipment und sowohl Facebook als auch die eigene Seite TheStokeList halfen mir einen Überblick zu verschaffen. Nach nur einer Woche hatte ich mir ein Paar ordentliche Powderlatten zugelegt, die nun darauf warteten, ausprobiert zu werden. Leider stellte sich dann am vierten Skitag heraus, dass meine Knöchel höllisch schmerzte. Im Rental bot man mir an, meine Schuhe anzupassen und Einlagen herzustellen, doch das schien mir nicht die Lösung des Problems zu sein. Also begab ich mich in den Ort und fand für mich eine zwar ziemlich teure, aber pefekte Alternative: Neue Skischuhe, zwei Größen kleiner als meine vorherigen, dafür komplett an meinen Fuß angepasst und für die Zehen ein bisschen herausgepuncht. Eigentlich hatte ich nicht vor, so viel Geld hier auszugeben, jedoch sind gute Skischuhe essentiell und dieses Paar war eine Investition in die nächsten Jahre. Soweit so gut, mittlerweile fing es auf Weihnachten hin auch wieder an zu schneien und ich erlebte meine ersten Powdertage. Sau geil! Der Knöchel macht zwar bis jetzt noch ein paar Probleme, welche aber nicht mehr an den Schuhen liegen, sondern rein daran, dass der Knöchel immer noch etwas gereizt war. Bis jetzt war ich zwölf Tage am Berg oben, davon waren vier richtig gute Powderdays. Schon nach diesen zwölf Tagen ist dies die bisher geilste Skisaison, die ich bisher erlebt habe. Und es steht ja noch eine lange Zeit bevor!

Neben dem Skifahren bin ich zur Zeit mit einigen organisatorischen Dingen beschäftigt und arbeite weiterhin am Computer für die Farm, auf der ich ein Praktikum gemacht hatte. Außerdem kamen natürlich auch die Weihnachtsfeiertage nicht zu kurz. Am 24. Dezember, der hier ja noch nicht wirklich Weihnachten ist, kochten Dario, Isi und ich uns ein Käsefondue und bereiteten Glühwein zu, auf den wir unsere Hosts Cathy und Jamie noch einluden. Am 25, dem richtigen Weihnachten in Kanada, war ich zum Christmas Dinner bei Hans und Catherine eingeladen. Es gab klassisch Truthahn mit Kartoffelbrei und feinem Gemüse, alles meisterlich zubereitet vom Chefkoch Hans höchstpersönlich.

Alles in allem hatte ich hier also bisher eine unglaublich geile Zeit, die nur noch besser werden kann. Jetzt steht erstmal Neujahr an, dann fange ich demnächst an bei der Heliskiing Firma Selkirk Tangiers zu arbeiten, was natürlich bedeutet, dass ich dort viele neue Kollegen kennen lerne und wohl auch einen Tag in den Genuss kommen werde, selbst Helikopterskiing auszuprobieren. Spätestens dann gibt es wieder etwas zu berichten.

Bis dahin, genießt den Winter und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

 

 

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1 Kommentar

  1. Oda
    Donnerstag, der 25. Januar 2018 / 14:23

    Lieber Moritz, heute kein Kommentar, sondern unsere allerherzlichsten Glückwunsche zu Deinem Geburtstag und alle guten Wünsche zum neuen Lebensjahr. Wir wünschen Dir noch viele schöne Begegnungen und Erlebnisse mit vielen schönen Bildern und Schilderungen für uns zum Miterleben. Genieße weiterhin Dein Leben und Deine Zeit dort! Wir freuen uns aber auch schon darauf, wenn Du wieder hier bist! Ganz herzliche Grüße nochmals von Oda und Hubert

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