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Der Arches Nationalpark – ein letztes Mal rote Felsen

Der Arches Nationalpark – ein letztes Mal rote Felsen

Unglaublich, wie schnell die Zeit verging. Klar, ich bin hier etwas im Verzug, da ich bereits seit einigen Tagen zurück in Kanada bin, dennoch möchte ich natürlich auch den Rest unserer Reise für euch zusammenfassen. Das letzte Mal in die Wüste ging es für uns im Arches Nationalpark. Ungewohnt viel Zeit hatten wir dafür, was uns die Möglichkeit gab diesen sehr gut zu erkunden. Also machten wir uns am ersten Morgen auf den Weg bis zum Ende der Straße, die in den Park führte, um im Devil’s Garden ein bisschen zu wandern. Caro und ich haben uns mal wieder eine tolle Wanderung rausgesucht, die uns an einigen der berühmten Arches vorbeibringt. Der erste war gleich einer der berühmtesten: Der Landscape Arch.

Eine statische Meisterleistung der Natur. Der Landscape Arch.

Schwer zu glauben, dass dieses Meisterwerk natürlich entstanden sein soll, vor allem, da der Bogen wirklich sehr dünn ist. Der könnte doch echt jeden Moment einstürzen, oder? Tat er aber nicht, also liefen wir weiter. Eine steile Steigung hinauf und um ein paar Felsen und schon waren wir am nächsten Arch. Der Partition Arch war deutlich kleiner und hatte einen noch kleineren Nachbarn.

Der Blick durch den Partition Arch in die Ferne.

Besonders schön an diesem Fenster war der Blick auf die weite Landschaft dahinter. Den genossen wir  noch kurz und liefen ein paar Felsen weiter zum Navajo Arch, der wie ein Tor in eine Höhle dastand. Von innen fotografiert sah es wirklich so aus, als hätte man das Bild aus einem Unterschlupf gemacht.

Fast schon ein natürlicher Tunnel: der Navajo Arch.

Anschließend mussten wir ein gutes Stück weiter wandern, bevor wir zum nächsten Arch kamen. Doch auch ohne Arch war der Wanderweg spektakulär. Über einen hohen Felskamm mussten wir weiter in den Devils Garden eindringen.

Panoramaweg über den Felsenkamm.

Dann, nachdem wir wieder von den Felsen hinabstiegen, waren wir am Ziel der Wanderung angelangt. Dem Double O Arch.

Der untere Arch war ja noch wirklich überschaubar, man konnte sogar hinensitzen, doch der Obere war wirklich spektakulär.

Zwar war der untere Arch des Double O Arch nicht wirklich groß, dafür war der Obere umso spektakulärer.  Glücklicherweise war gar nicht so viel los und ich konnte ein paar tolle Aufnahmen machen.

Fast kreisrund formt der obere Arch das große O des Double O Arches.

Nachdem wir im Windschatten eines Felsens unsere Avocadosandwiches gegessen, hatten machten wir uns auf den Weg zurück. Doch wir nahmen nicht den selben Trail, sondern den weniger befestigten zurück, der uns erneut durch die wunderschönen Felswände manövrierte.

Der Devils Garden war eine riesige Ansammlung eng aneinander verlaufender Wände.

Dabei kamen wir auch noch am Private arch vorbei, der gut versteckt hinter den Wänden lag.

Noch ein weiterer Arch, den wir auf der Wanderung zu Gesicht bekamen.

Am frühen Nachmittag kehrten wir zurück zum Auto und nutzten die restliche Zeit um weitere Arches an der Parkstraße zu besichtigen. Der erste war der berühmte Delicate Arch, zu dem man auch hinaufwanden hätte können. Doch die andere Wanderung war für uns deutlich interessanter, weshalb wir diesen nur von der Straße aus besichtigten.

Von unten war er ganz toll, aber von dort oben wäre der Arch bestimmt auch grandios gewesen.

Als nächstes fuhren wir zu einem kleinen Abzweig, an dem nochmal einige weitere Arches auf uns warteten. Zuerst sahen wir das North und das South Window, allerdings war es dort deutlich voller.

Blick auf das North Window.

Spektakulärer dagegen war der Turret Arch, an dem es uns sogar gelang ein Bild zu zweit ohne andere Touristen zu machen.

Am Turret Arch wurde noch ein schönes Erinnerungsfoto gemacht.

Und dann war da noch ein letzter Arch, den wir an diesem Tag ansahen. Eigentlich waren es zwei, die direkt aneinander grenzten. Deshalb hießen diese auch Double Arches.

Nochmal eine architektonische Meisterleistung zum Schluss. Der Double Arch.

Es war wirklich mal wieder faszinierend, dass an diesem Ort der Welt so viele natürliche Brücken entstanden sind und sonst nirgendwo. Das Zusammenspiel so vieler Faktoren wie Wetter, Klima, Geologie, Tektonik und einer Menge Zeit hat diese eindrucksvolle Landschaft geformt, die mich jeden Tag aufs neue faszinierte. Und so war es dann auch am nächsten Morgen. Erneut fuhren wir in den Park, um durch den Fiery Furnace zu Klettern. Für diesen hatten wir uns am Vortag eine Lizenz geholt, da man nur mit einer Einführung über den Schutz dieser einzigartigen Natur Erlaubnis bekam, diesen Teil des Parks zu betreten. Auch der Fiery Furnace bestand aus zahlreichen Roten Felswänden, die eng aneinander gequetscht ein Labyrinth bildeten, durch welches wir unseren Weg bahnten.

Wenig Trail und viel Kletterei. Wie ein Spielplatz für Erwachsene.

Dabei kletterten wir durch Spalten und in Höhlen, ständig Ausschau haltend nach den Pfeilen, die den Weg markierten. Auch in einige Dead Ends liefen wir hinein, um diese zu erkunden.

Da gings wohl nicht weiter…

Und zu guter Letzt, hinter einem kleinen Arch, den wir noch entdeckt hatten, fanden wir eine wunderschöne ausgeformte Höhle.

Gänsehaut pur. Es gab so viele Sachen im Fiery Furnace zu entdecken.

Nachdem der Spaß im Fiery Furnace vorbei war hieß es Abschied nehmen von den roten Felsen. Jetzt ging es ab in den Norden, und da würden wir schon bald der Kälteschock erleben.

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