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Revelstoke – einfach stoked!

Revelstoke – einfach stoked!

Lang genug habe ich diesen Ort aus meinen Berichten ausgelassen, aber jetzt wird es definitiv Zeit,  über den Place-To-Be in Kanada zu schreiben. In Revelstoke habe ich insgesamt elf Nächte verbracht, mehr als an jedem anderen Ort, wenn man Vancouver nicht mit dazu zählt. In Vancouver musste ich ja alles vorbereiten. Aber in Revelstoke war ich drei mal auf meinem Roadtrip, weil es einfach ein richtig cooler Ort ist. Das erste Mal war ich hier, als Moritz auf unserem Weg nach Alaska einige Sachen hier abholen musste, die er nach der Wintersaison, die er auch hier verbracht hatte, dort gelassen hatte. Damals lernte ich Hans und Catherine kennen, bei denen Moritz im Winter gewohnt hat. Wir verstanden uns sofort super und hatten eine gute Zeit dort. Hans, früher Chefkoch in vielen Restaurants und anderen Küchen, kochte jeden Abend für uns außergewöhnliche Gerichte, als wäre es das selbstverständlichste der Welt. Nachdem wir damals schon fast zwei Wochen unterwegs waren und nur einfache Campinggerichte gegessen hatten, fühlten wir uns wie im siebten Himmel. Abgesehen von der außergewöhnlichen Gastfreundschaft von Hans und Catherine fühlte ich mich auch sonst in dem Ort sofort wohl. Revelstoke ist einfach ein gemütliches, kleines Städtchen zwischen den Monashee und den Selkirk Mountains, die die Vorläufer der Rockies darstellen. Und es ist ein Paradies für Outdoorsportler. Sowohl im Sommer, als auch im Winter. Dementsprechend entspannt waren die Leute hier, die vor allem den Sport in der Natur wertschätzten. Mit super Eindrücken verlies ich diesen Ort beim ersten Mal in Richtung Alaska und freute mich auf dem gesamten Roadtrip darauf, dort wieder Halt zu machen. Genau dies taten wir auf dem Rückweg. Moritz musste wieder sein ganzes Wintersportgepäck abholen und seine Abreise vorbereiten, also verbrachten wir wieder ein paar Nächte bei Hans und Catherine. Und es gab natürlich wieder außergewöhnliches Abendessen. Diesmal selbst gefangenen Fisch, auf dem Grill zubereitet. Richtig lecker!

So frisch schmeckt der Fisch einfach unglaublich gut!

Es war mittlerweile Sommer und wir konnten gemütlich draußen sein, wie zum Beispiel am Lake Revelstoke, welcher ein Stausee am Columbia River ist.

Sommer in Revelstoke: Schlauchboot raus und auf zum Columbia River!

Auf diesem gingen wir auch einen Tag zusammen mit Hans und seinem langjährigen Freund Leif zum Angeln. Vier Fische über den halben Tag, war schon ganz in Ordnung. Ich genoss die Zeit beim Angeln sehr, da sie mich wirklich an meine Kindheit erinnerte, als ich mit meinem Opa in Mecklenburg zum Angeln ging. Ich ging am nächsten Tag gleich nochmal mit raus auf den See, diesmal angelten wir leider nur einen Fisch. So ist das halt beim Angeln. Zur selben Zeit waren dann auch noch all die anderen Freunde von Moritz in Revelstoke, mit denen wir anfangs auf Vancouver Island super Abenteuer erlebt hatten. Was für ein Zufall! Der Perfekte Abschied für Moritz.

Und jetzt, nachdem ich Moritz in Vancouver zum Flughafen gebracht hatte und eine Woche durch den Washington State gereist war, fuhr ich zum dritten Mal nach Revelstoke. Der Ort hatte mich einfach fasziniert, ich war einfach stoked (begeistert). Ich kam diesmal von Süden und fuhr noch an den Halfway Hotsprings vorbei, die südlich von Revelstoke liegen. Die Anfahrt war eine richtige Herausforderung für meinen Van (elf Kilometer schlechte Schotterstraße), doch es lohnte sich wirklich.

Chillen in den Hotsprings. Selbst and einem warmen Tag noch Entspannung pur!

Am Abend kam ich dann erneut nach Revelstoke. Hans und Catherine boten mir wieder ihre Gastfreundschaft an und ich freute mich riesig, dass sie mich erneut zum Angeln mitnehmen wollten. Also fuhren wir einen Tag wieder raus und zogen acht Fische auf unser Boot, drei Regenbogenforellen und fünf Rotlachse. Ein durchaus erfolgreicher Tag. Das wird ein gutes Abendessen! Ich lernte wirklich viel über das Angeln, während wir unterwegs waren. Schnell erkannte ich wie sich die Angel, welche wir hinter dem fahrenden Boot herzogen, bewegte, wenn ein Fisch angebissen hatte. Also schnell einholen, Fisch vom Haken nehmen und totschlagen. So ist das halt. Wer Tiere essen will, sollte es auch hinbekommen, ihnen eigenhändig das Leben zu nehmen. Das ist die Natur.

Guter Fang! Eine wunderschöne Regenbogenforelle!

Später, zu Hause, konnte ich gleich noch mein Wissen über das Fische ausnehmen auffrischen. Das war dann wohl auch meine Aufgabe. Bisschen eine blutige Sauerei ist das schon.

Fische ausnehmen, nicht jedermanns Sache, aber es gehört zum Angeln dazu.

Doch das gemeinsame Abendessen mit Hans, Catherine und Leif war wieder köstlich. Eigens gefangener Fisch, frisch gegrillt mit Maiskolben und Salzkartoffeln. Ob ich wohl nochmal so etwas feines hier in Kanada essen werde? Wahrscheinlich nicht.

Der Fang des Tages auf dem Grill.

Selbstverständlich war ich in Revelstoke nicht nur Angeln. Einen Tag fuhr ich auf den Mount Revelstoke, einen Berg, der mehr ein Plateau darstellt. Von dort hatte ich einen tollen Blick auf die Selkirk Mountains und natürlich Revelstoke mit dem mächtigen Mount Begbie im Hintergrund (Titelbild).

Ein Teil der Selkirk Mountains, wie man sie vom Mount Revelstoke sehen kann.

Außerdem traf ich mich erneut mit Matze und Bella, die immer noch hier waren und mich einen Abend zum Grillen einluden.

Ich hatte so viele tolle Erlebnisse in Revelstoke und hatte zudem so viel gutes über den Winter und den Powder hier erfahren, dass ich mir fest vornahm, im Winter hier wieder zum Skifahren auf der Matte zu stehen! Ich komme also definitiv wieder! Bis bald, Revy!

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