Der South Klondike Highway – von der Wüste in den Schnee

Der South Klondike Highway – von der Wüste in den Schnee

Der Klondike Highway verbindet die Hafenstadt Skagway mit den Goldfeldern in Dawson City. Den nördlichen Teil nach Whitehorse waren wir bereits zurück gefahren, allerdings gibt es über diesen Abschnitt wirklich wenig zu berichten. Eigentlich nur Wald und ein paar Hügel hier und da. Doch jetzt wartete der südliche Teil auf uns, der Whitehorse mit Skagway, Alaska, verbindet. Genau diese Strecke legten die Goldsucher damals zurück, um dann von Whitehorse auf dem Yukon nach Dawson zu gelangen. Der heute existierende Highway ermöglichte es uns natürlich sehr bequem diese Strecke zu erkunden. Und diese ist es wirklich wert erkundet zu werden. Wie im Titel erwähnt und auf dem Titelbild sichtbar durchquert man viele von verschiedenem Klima geprägte Gegenden in sehr kurzer Zeit. Zuerst ging es durch die Wälder des Yukon, zwischen denen traumhafte, türkisblaue Seen zu finden sind.

Der Emerald Lake im Yukon Territory. Nicht zu verwechseln mit dem im Yoho Nationalpark, aber definitiv genau so schön!

Dann verschlug es uns fast die Sprache, als wir an einem weiteren Viewpoint anhielten und auf einmal in die Carcross Desert blickten. Da war wirklich eine kleine Wüste in dem Tal. Naja, im Prinzip war es eine Dünenlandschaft, die durch den stetigen Wind im Tal von den Sandfeldern der umliegenden Gletschervorfelder aufgeschüttet wurden, aber man fühlte sich wirklich wie in der Wüste!

Umgeben von Sand. Barfuß. Und das ganze im Yukon Territory!

Oder wie am Meer. Mich erinnerte das ganze sehr an die ganzen Frankreichurlaube, die wir früher immer mit der Familie unternommen hatten. Barfuß durch den warmen Sand im Yukon Territorry! Was es nicht alles gibt. Kurz nach der Wüste erreichten wir den Ort Carcross, der idyllisch zwischen zwei Seen eingeklemmt unter den hohen Gipfeln der umliegenden Berge liegt.

Das gemütliche Zentrum von Carcross.

Carcross ist als das Mountainbike-Mekka des Yukon bekannt und ist auch sonst ein wirklich netter Ort. Dank des guten Wetters gönnten Moritz und ich uns ein Eis. Und was für eins. Zuerst waren wir etwas geschockt, da es für fünf Dollar angeboten wurde, aber als wir es dann in der Hand hatten, wussten wir wieso! Genuss pur!

Das Eis war wirklich rieeesig! Und sau lecker! Fantastisch!

Später fuhren wir dann weiter Richtung Skagway und übernachteten mit wunderschöner Kulisse am Tutshi Lake. Nur der Wind tendierte hier oft dazu, die wunderschönen Orte etwas unangenehm zu machen. Aber essen kann man auch im Auto und die Kulisse wird dadurch nicht weniger schön.

Ein kurzes Foto und dann ab in das warme Auto! der Wind war wirklich sau kalt.

Am nächsten Morgen fuhren wir also weiter und erreichten den Ort Fraser, welcher inmitten einer Wüste aus Felsen und kargen Gipfeln einen Halt an der Ende des 19. Jahrhunderts errichteten White Pass Eisenbahn darstellt und der letzte Ort vor der Grenze war.

Die Gleise der White Pass Eisenbahn nahe der Grenzstation in Fraser.

Die Grenze lag dann kurz darauf am höchsten Punkt des Passes, an dem schon wieder Schnee um uns herum zu finden war.

Blick vom Pass hinab ins Tal. Da würden wir jetzt runterfahren.

Noch schnell vorbei am Zoll und dann ging es herab bis ans Meer, wo Skagway, eingeklemmt zwischen hohen, schneebedeckten Bergen lag. Skagway ist ähnlich wie Dawson am zentralen Broadway komplett im historischen Baustil erhalten, allerdings merkt man hier deutlich, dass das meiste nur für die Touristen aufgesetzt ist. Und davon gibt es hier etliche. Der Hafen von Skagway ist Anlaufstelle für riesige Kreuzfahrtschiffe und so kommt es, dass der Ort tagsüber nur so von Touristen überflutet wird.

Riesige Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen von Skagway an.

Zum Glück verbrachten wir eine Nacht dort und konnten am Abend auf den fast menschenleeren Straßen den Ort für uns besichtigen.

Wie leergefegt! Sobald die Touristen auf den Kreuzfahrtschiffen verschwinden, hat man den Ort quasi für sich.

In Skagway selbst unternahmen wir noch zwei Wanderungen, die uns zu sehr schönen Seen, Wasserfällen und Küstenstreifen führten.

Der Lower Dewey Lake oberhalb von Skagway ist definitiv einen Besuch wert.

Definitiv ein netter Ort in einer atemberaubenden Kulisse. Und dann kam der Punkt, an dem Moritz und ich uns trennen würden. Jedoch nur für eine Woche. Danach würden wir noch zwei weitere Wochen zusammen reisen. Ich ließ also Moritz und unseren Max zurück und reiste von hier an weiter auf dem Alaska Marine Highway zur Glacier Bay. Das wohl größte Erlebnis auf meiner gesamten Reise wartete dort auf mich, doch dazu demnächst mehr…

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2 Kommentare

  1. Oda
    Sonntag, der 18. Juni 2017 / 20:25

    Lieber Moritz, seit Wochen kann ich deine Blogs nicht öffnen…und heute Abend klappt es doch! Ich freue mich riesig, dass es Dir gut geht und Du so viele interessante und begeisternde Erlebnisse hast …und ich heute mal wieder daran teilnehmen kann. Vielen herzlichen Dank dafür! Ich genieße deine wörtlichen und bildlichen Darstellungen. Lass es Dir weiterhin gutgehen, bleib gesund, genieße weiterhin die Zeit und freue Dich weiterhin an allen diesen Erlebnissen!!!! Ganz herzlich, deine Patentante Oda

    • Sonntag, der 18. Juni 2017 / 20:44

      Hallo Oda, der Newsletter ist leider immer noch fehlerhaft, ich habe hier leider kaum die zeit und das gute Internet um den herzurichten. Aber einfach immer die Startseite aufrufen und nach den neuesten Einträgen suchen, dann klappts! Es freut mich riesig, dass du es immer wieder versucht hast und jetzt wieder auf dem Laufenden bleiben kannst!

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