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Dempster Highway- Camping im Klondike

Dempster Highway- Camping im Klondike

Erstaunlich, dass wir grade am fast schon nördlichsten Punkt unserer Reise tatsächlich ein paar Warme Tage zum Campen nutzen konnten. Wir waren gerade auf den Highway eingebogen um nach wenigen Kilometern auf eine kleine Schotterstraße abzubiegen und diese bis zum Ende durchzufahren, an dem früher ein alter Staudamm war. Nur ein kleiner, der zur Zeit des Goldrausches Strom produzierte. Heute liegt dort ein wunderschöner geheimer Ort zum Campen, auf den wir mehr oder weniger zufällig gestoßen waren. Endlich konnten wir mal wieder in der Sonne chillen und am Abend ein Feuer entzünden, über dem wir sogar dank einer Hängekonstruktion kochen konnten.

Kochen im Yukon-Style. Eintopf über dem Feuer.

Richtiger Yukon-Style halt. Einen der Tage machten wir uns in den 60 Kilometer entfernten Tombstone Territorial Park auf, um diesen zu erkunden. Da leider noch alle offiziellen Trails geschlossen waren fuhren wir auf Rat des Mitarbeiters im Visitor Center weiter bis Kilometer 90 und bestiegen dort den Rake Mountain. Wir befanden uns schon wieder hinter der kontinentalen Verwerfung die sich durch den Norden Nordamerikas zieht und waren im Gebiet der arktischen Tundra angelangt. Ähnlich wie im Denali Nationalpark mussten wir uns also wieder den Weg durch das Gestrüpp selbst suchen. Allerdings war auch diesmal der Aufstieg wieder die Mühe wert. Nach einer Tollen Gratwanderung konnten wir vom Gipfel das weite Tal überblicken, durch das sich der Dempster Highway weiter nach Norden schlängelt, bis über den Polarkreis, in die Nordwest Territories und schließlich ans Nordpolarmeer.

Blick auf den Dempster Highway, der sich durch das Tal Richtung Norden schlängelt.

Für uns war der Gipfel des Rake Mountain der nördlichste Punkt der Reise, denn die restlichen 600 Kilometer des Highways sparten wir uns. Zu viel Zeit und Sprit würden draufgehen, außerdem sollte man sich ja immer noch etwas fürs nächste Mal aufheben. Glücklich darüber, den vorerst wohl letzten Hike in der arktischen Kälte abgeschlossen zu haben fuhren wir zurück zu unserem schönen Lagerplatz und verbrachten dort noch zwei weitere Nächte.

Sonnenuntergang nach Mitternacht am Lagerfeuer. Traumhaft!

Es war einfach nur Klasse. Wärend der Zeit dort kamen ab und zu Einheimische vorbei, die sich aber immer über unsere Anwesenheit freuten und uns sogar Sachen schenkten. Einalter Goldgräber schenke uns Kartoffeln und Angelequipment, zwei weitere Goldgräber, die zum Jagen kamen, luden uns auf ein Bier und ein weiteres Mischgetränk ein! In Kanada sind einfach die nettesten Menschen zu Hause. Am letzten Abend verabschiedete sich unser kleines Paradies mit einem Regenbogen um Mitternacht von uns, als die Sonne gerade dabei war unterzugehen.

Ein Regenbogen genau um Mitternacht. Der Schatz liegt genau am Fuße des Regenbogens!

Erholt von den Strapazen des ständig unterwegs seins freuten wir uns jetzt darauf endlich wieder Richtung Süden zu fahren!

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