Dawson City – Goldrausch

Dawson City – Goldrausch

Wie schon beschrieben erreichten wir Dawson City, nachdem wir über den Top-of-the-World-Highway wieder nach Kanada eingereist waren. Dawson, die Hauptstadt des Golds scheint seit dem letzten Goldrausch wirklich kaum etwas von seinem Wildwest-Flair verloren zu haben. Schotterstraßen, Fußwege aus Holzdielen und in verschiedensten Farben strahlende Holzfassaden.

Einfach durch die schöne Stadt schlendern. Alles so wie zu Zeiten des Goldrausches.

Fehlte nur noch, dass ale auf Pferdekutschen unterwegs waren. Doch auch hier waren mittlerweile selbstverständlich Autos unterwegs. Gleich am ersten Tag nahmen wir noch an einer Stadtführung teil, die uns wirklich sehr ausführlich über die Geschichte damals und heute aufklärte und zudem Zugang zu einigen historischen Gebäuden verschaffte.

Damals wie heute ist die Bar immer ein guter Ort in Dawson!

Und um in Kontakt mit dem Rest der welt zu bleiden besuchte man ab und an die Post!

Dawson ist damals wie heute eine Stadt überschaubarer Größe, weshalb es sich für uns lohnte auf den Midnight Dome zu wandern und die Stadt neben dem riesigen Yukon River aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Dawson von Oben. Und neben drann der riesige Yukon River.

Wir waren gerade erst hier angekommen und fühlten uns bereits pudelwohl. Vielleicht half das gute Wetter dabei ein bisschen nach. Hier hatte der Sommer wirklich bereits begonnen. Für den nächsten Tag nahmen wir uns die Umgebung der Stadt vor, denn wir wollten ja auch die Goldfelder zu Gesicht bekommen.

Blick auf das Klondike Valley und im Hintergrund das Bonanza Creek Valley.

Also sahen wir uns am nächsten Tag die Dredge #4 an, der größte je in Nordamerika eingesetzte Schwimmbagger. Die Führung war dank des 150 jährigen Jubiläums von Parks Canada für uns kostenlos.

Die Dredge #4, der größte Schwimmbagger Nordamerikas.

In Fernsehsendungen hatte ich bereits viel über die mächtigen Maschinen erfahren, aber hier in durch eine Dredge zu gehen und deren Mechanismen, die schon damals Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden, zu sehen war ein echtes Highlight.

Ein unvorstellbar großes Getriebe,…

…ein Kontrollraum, von dem aus die Motoren und Kräne gesteuert werden konnten…

… und natürlich meterlange Waschrinnen, die das Gold auffingen. Teile des Inneren der Dredge.

Unvorstellbar, was die Goldgräber für einen Aufwand betrieben um das Gold aus dem Boden zu gewinnen. Wir hatten bereits einiges über die Goldsuche erfahren, doch jetzt war es an der Zeit selbst sein Glück zu suchen. Ich kaufte mir in einem Giftshop eine Goldpfanne mittlerer Größe, die ich später als Souvenir behalten konnte. Mit Schaufel und Pfanne machten wir uns auf zum Public Claim und wuschen einige Pfannen.

Professionelles Goldwaschen am Bonanza Creek!

Wie ihr euch bestimmt denken könnt ohne Erfolg. Ganz umsonst hatte ich die Pfanne dennoch nicht gekauft. Was sie von da an für eine Funktion für uns hatte, werde ich im nächsten Blogpost verraten. Für uns gings’ am Abend weiter von Dawson aus auf den Klondike Highway und kurz darauf auf den berühmten Dempster Highway. Seid gespannt, was wir dort so alles erlebt haben!

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