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Fairbanks nach Dawson City – Geschichten vom Straßenrand

Fairbanks nach Dawson City – Geschichten vom Straßenrand

Die Fahrt von Fairbanks nach Dawson City stellte sich als lange Fahrt heraus. Dennoch erlebten wir an den zwei Reisetagen, die wir uns vorgenommen hatten, einige tolle, unerwartete Dinge. Wirkliche Stopps hatten wir nicht eingeplant, aber der spontane Traveller findet immer interessante Orte am Straßenrand. Der erste kam unmittelbar nachdem wir Fairbanks verließen. Straßenschilder wiesen darauf hin, dass wir in Kürze North Pole erreichen würden. Da hatte sich ein Ort wohl einen Spaß erlaubt, als er sich einen Namen suchte. Jedoch nutzte der Ort seinen Namen geschickt aus und so kam es, dass wir an diesem Tag den Weihnachtsmann in North Pole, Alaska besuchten.

Treffen mit dem Weihnachtsmann in North Pole, Alaska.

Noch schnell ein paar Postkarten von dort aus abgeschickt und weiter gehts. Als wir später am Tanana River entlang fuhren und ein Viewpoint am Straßenrand angekündigt wurde, wies ich Moritz darauf hin dort anzuhalten. Was für ein Glücktstreffer! Es war Memorial Day und deshalb beschloss ein älteres Ehepaar aus Delta Junction kostenlosen Kaffee aus ihrem alten VW Bus zu verschenken. Kekse gabs auch noch oben drauf!

Ein kostenloser Memorial Day Kaffee und ein paar gute Geschichten übers Reisen. Super Zwischenstopp am Straßenrand!

Und weil wir uns so lieb mit ihnen übers Reisen unterhalten haben, gaben sie uns auch noch Eismarken, mit denen wir in Delta Junction in ihrem Restaurant ein kostenloses Eis schlecken konnten, was wir kurz darauf taten. Zweiter ungeplanter Stopp! Dann ging es erstmal weiter auf dem Alaska Highway, entlang an der Wrangell-Mount-Saint-Elias-Range bis wir schließlich auf den Taylor Highway abbogen. Das Wetter war an diesem Tag grandios und zum ersten Mal waren wir in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs. Dem warmen Wetter sei dank konnten wir uns sogar das Geld für eine überfällige Dusche sparen und wuschen uns einfach in einem Bach am Straßenrand. Am Abend erreichten wir Chicken, einen Goldgräberort vor der Grenze zu Kanada. Zum ersten Mal bekamen wir eine Dredge, die als Schwimmbagger früher Gold wusch, zu Gesicht.

Erste Anzeichen von Goldfieber waren erkennbar, als wir den mächtigen Schwimmbagger bestaunten.

Wenig später liefen wir noch einen kurzen Trail um eine zweite Dredge an ihrem Ursprungsort im Bachbett zu bestaunen.

Nicht mehr ganz so funktionsfähig, aber früher eine Geldmaschine: eine weitere Dredge nahe dem Ort Chicken.

Vorfreude auf die Goldgräberhauptstadt Dawson begann in ins zu entflammen. Die Nacht verbrachten wir am Taylor Highway im Goldgräbergebiet rund um den Fourty-Mile-River. Das letzte Stück nach Dawson City war dann der Top-of-the-World-Highway. Und ganz ehrlich, es fühlte sich wirklich an als würde man über die Gipfel der Erde hinwegbrausen.

Blick hinab vom Straßenrand des Highways. Höher gings kaum!

Über die hohen Hügelkämme schlang sich der Highway bis zum Klondike. Jetzt wurde Dawson unsicher gemacht! Das Goldfieber war in uns ausgebrochen!

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