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Keyhole Hotsprings – Bärenbesuch

Keyhole Hotsprings – Bärenbesuch

Da wir nun bereits zwei tolle Wanderungen gemacht haben, war mal wieder etwas Entspannung angesagt. Was eignet sich da besser als heiße Quellen? In der Nähe des Ortes Pemberton, welcher das Ende des Sea to Sky Highways darstellt, liegen die Keyhole Hotsprings. Zwar muss man erst einmal 40 Kilometer auf einer mehr oder weniger guten Forest Service Road fahren, was einem aber auch ein bisschen das Offroad-Feeling eines Roadtrips gibt. Vom Parkplatz aus sind es gerade mal 45 Minuten zu den heißen Quellen. Auf dem Weg dahin passierte es dann! Wir sahen unseren ersten Bären in der Wildnis!

So riesig und doch nur ein kleines Exemplar eines Schwarzbären.

Natürlich waren wir erstmal etwas verunsichert und liefen ein gutes Stück zurück, aber nach einer Weile trauten wir uns dann zurück auf den Trail. Kurz darauf erreichten wir auch den Wald, in dem wir unser Camp unweit der Hotsprings aufstellten. Auf einer Konstruktion aus zwei Bäumen und einer Leiter lagerten wir unser Essen und gönnten uns erstmal eine Entspannung in den Hotsprings.

Entspannen in den Keyhole Hotsprings direkt neben dem Gletscherfluss.

Erst nach Sonnenuntergang gingen wir zurück zum Camp, kochten etwas und entzündeten unser Lagerfeuer.

Entspannte Stimmung am Lagerfeuer.

Um ein Uhr nachts begaben wir uns nochmal zu den Hotsprings. Es war wirklich sau kalt draußen, aber die heißen Quellen heizten uns gut auf. Es herrschte Vollmond, weshalb wir sogar mitten in der Nacht viel unserer Umgebung wahrnehmen konnten. Aufgewärmt krochen wir später in unsere Schlafsäcke, jedoch wurde die Nacht wirklich kalt und wir haben nicht wirklich viel Schlaf abbekommen.

Am nächsten Tag erkundete ich früh morgens ein bisschen die Umgebung und fand einen wunderschönen Aussichtspunkt am Hang hinter unserem Camp.

Ein Aussichtspunkt ermöglichte einen Ausblick über das ganze Tal.

Danach bereiteten wir unser Frühstück zu und da passierte es wieder. Keine zehn Meter von uns lief der Schwarzbär an uns vorbei, schien uns jedoch komplett zu ignorieren. Besser noch! Er hatte zwei super süße Kinder mit im Schlepptau! Bestimmt dreißig Minuten schlenderte die Bärenfamilie entspannt um unser Camp.

Verspielt rannten die süßen Bärenjungen durch den Wald.

Währenddessen packten wir unser Essen wieder auf die erhöhte Ablage und schossen ein paar tolle Bilder von der Familie. Ungemütlich wurde es erst anschließend, denn die Bären wussten genau, wo wir unser Essen lagerten. Die Konstruktion, die eigentlich Bären vom Essen fern halten soll, tut genau das Gegenteil, sie zieht sie an! Und zudem ist sie weniger ausgereift als gedacht, denn wenig später kletterten die Bären über einen benachbarten Baum, der nicht mit Metallplatten umringt war, einfach auf die Essensablage und fraßen unsere gesamten Vorräte auf.

Da hilft keine bärensichere Konstruktion, wenn neben dran Bäume stehen, an denen die Bären hochklettern können.

Etwas geschockt, dass gerade unser teuer erstandenes Essen drauf ging, packten wir zügig unser Lager zusammen und brachten alles zum Auto. Auf der Ablage waren jedoch noch unsere teuren Kochutenslilien, die wir ungern aufgeben wollten, also begaben wir uns später nochmal zum Camp und hatten Glück, dass die Bärenfamilie unterdessen weitergezogen war. Somit packten wir unser Kochgeschirr und den Müll, den die Bären hinterlassen hatten, zusammen, brachten alles zum Auto und fuhren zurück nach Pemberton. Was für ein ereignisreicher Tag. Der bleibt bestimmt noch lange in Erinnerung.

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