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Vargas Island – Abenteuer in der Wildnis

Vargas Island – Abenteuer in der Wildnis

Kanada, du hast mich jetzt vollkommen in deinen Bann gezogen! Sich den vier anderen Deutschen für das Abenteuer auf Vargas Island anzuschließen war ein Glückstreffer. Wir haben dort auf der Insel unser Paradies gefunden!

Am Ersten Tag wurden wir vom Tofino-Water-Taxi an das Ostufer der Insel Vargas gefahren. Zuerst waren wir ein bisschen enttäuscht, da auch auf dieser Insel ein paar Häuser am Strand standen, jedoch waren diese nur Ferienwohnsitze und so früh im Jahr noch nicht bewohnt. Viel relevanter jedoch war die Tatsache, dass wir uns erst einmal zwei Stunden durch den Regenwald kämpfen mussten, um auf die andere Seite der Insel vorzudringen.

Zwei Stunden Marsch durch den Regenwald.

Dadurch konnte es und sowieso egal sein, ob irgendwo auf der Insel Zivilisation herrschte. Wir waren in der Wildnis! Nach besagten zwei Stunden mühseligen Fußmarsches erreichten wir die Westküste der Insel, an der sich uns eine riesige Bucht mit einem langgezogenen Sandstrand präsentierte. Diese Bucht war nun für drei Nächte unsere Heimat.

Eine riesige Bucht fast nur für uns alleine. Das Paradies lässt grüßen.

Wir errichteten unser Lager hinter dem Strand im Wald, weit genug weg von unserer Feuerstelle und den Food Containern, denn wir waren nicht alleine auf der Insel. Außer uns bot die Insel vielen Tierarten einen Lebensraum, darunter auch Wölfen. Während der gesamten vier Tage haben wir zwar keinen erblickt, doch Pfotenabdrücke und frischer Kot waren eindeutige Indizien für deren Präsenz.

Eine frische Wolsspur auf dem Trail zu unserem Lager.

Weniger scheu und deutlich präsenter waren Adler und andere interessante Vögel, die die Insel von den hohen Hemlocktannen, Sitka-Fichten und Redwood Zedern aus überwachten.

Hoch über uns trohnte der König der Lüfte und bewachte die Insel.

Ideale Wetterbedingungen ermöglichten uns große Erkundungstouren über die Insel, sodass wir viele verschiedene Strände und Buchten erkunden konnten. Von wilden Felsküsten über lange Sandstrände hin zu geschützten Lagunen bietet Vargas Island alles. Von den Felsen konnte man den Walewatching- Booten, die die Bucht aufsuchten zusehen, jedoch konnten wir keine Wale entdecken.

 

Die wilde Pazifikküste konnte man Stunden lang beobachten.

Die Strände waren bevölkert von Krabben und anderen Meeresbewohnern und boten eine Fundgrube für Feuerholz und andere nützliche Gegenstände, die die Flut so mit sich brachte. Am schönsten jedoch war die Lagune, welche wir am dritten Tag besuchten. Sie bot Schutz vor dem rauen Pazifik und beheimatete dadurch Tierarten wie zum Beispiel Seeotter.

Die geschützte Lagune ließ einen wirklich an einen Garten Eden denken.

Die Abende verbrachten wir an unserem Lagerfeuer am Strand, welches wir aufwändig mit einem Windschutz und Sitzmöglichkeiten umringt hatten und welches uns bis in die späten Stunden warm hielt. Die Nacht präsentierte uns einen atemberaubenden Sternenhimmel, welcher mich natürlich gleich wieder hinter die Kameralinse lockte.

Manch klare Nacht offenbart solch wunderschöne Sternenhimmel, wenn auch etwas Glück mit dem Wetter dazugehört.

Zu guter letzt erlebten wir einen Abend auch noch einen spektakulären Sonnenuntergang, der das Erlebnis auf der Insel perfektionierte.

Die Sonne versank über einer der kleinen Vorläuferinseln im Pazifik.

Zurück in die Realität brachte uns dann am letzten Tag der Regen, der diese Insel sonst so oft im Griff hatte. Es war wirklich unangenehm und kalt, als wir uns zurück zur anderen Seite der Insel aufmachten und dort auf das Boot warteten. Richtig froh waren wir letztendendlich, als wir alle wieder bei unseren Campervans angekommen waren und uns trockene Kleider anziehen konnten. Zu jedem Abenteuer gehören eben auch Situationen, durch die man sich durchkämpfen muss. Der Trip nach Vargas Island wird bestimmt eines der Erlebnisse bleiben, an welches ich mich mein ganzes Leben lang erinnern werde!

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2 Kommentare

  1. Paul Samson
    Sonntag, der 12. August 2018 / 02:18

    Nice post. We just found the same fantastic spot last week, independent of your post. If you are there again look for the plentiful crabs in the lagoon at high tide. By the way, they are Sitka Spruce, not Sitka Fur trees.

    Best wishes

    • Donnerstag, der 16. August 2018 / 10:10

      Alright, I didn’t know that. Nice that you found this awesome spot!

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